"Asmus Bergemann ist gelernter Schiffbauingenieur mit internationaler Erfahrung. Aus New York zog er 1973 nach Trittau.
Die Gemeinde unterstützte und unterstützt er ehrenamtlich auf vielfältige Art und Weise:
Er war ein Pionier in der digitalen Repräsentation der Gemeinde. Bereits 2006 erstellte er die erste Webseite (www.kirche-trittau.de) und pflegte dieselbe über fünfzehn Jahre.
Er beschäftigte sich über Jahrzehnte mit der historischen Aufarbeitung und Dokumentation der Geschichte des Kirchspiels und der Baugeschichte der Martin-Luther-Kirche (früher Johanneskirche) in Trittau. Bis heute bietet er Einzelpersonen, Gruppen und Schulklassen Führungen durch die Kirche und den Glockenturm an, an dessen Schlagwerk er als Bewunderer alter Ingenieurskunst große Freude hat.
Insbesondere hat sich Asmus Bergemann um die Geschichte des Friedhofs und der Ehrendenkmäler in der Kirche verdient gemacht. Er erwirkte die Renovierung derGruft der wichtigen Trittauer Spenderfamilie Wickle, die heute unter Denkmalschutz steht.
Asmus Bergemann sorgte weiter für die Beschriftungen der Ehrendenkmäler mit kritischer historischer Einordnung und erarbeitete einen historischen Führer über den Friedhof. Bis heute bietet er auch hier Führungen an. z.B. am Tag des offenen Friedhofs.
Asmus Bergemann hat die breiten Zeugnisse der Kriegserinnerungen in und rund um die Trittauer Kirche genutzt, um beispielhaft eine Erinnerungskultur in Gang zu setzen, die die zynische Erinnerung an den „Heldentod" gefallener Soldaten ebenso in den Blick nimmt, wie die Grabsteine, die an polnische Zwangsarbeiter erinnern.
Asmus Bergemann hat durch seine Arbeit an der Erinnerungskultur im Amt Trittau einen breiten Raum für eine Debatte über den Krieg und seine diversen Opfer eröffnet, die in der Gemeinde Trittau ein informiertes und kritisches Gedenken ermöglichen: gerade in diesen Zeiten.
Die evangelische Gemeinde ist Asmus Bergemann zu vielfältigem Dank verpflichtet für seine unermüdliche schützende, erhaltende Arbeit an der Erinnerung an die Menschen, die in Trittau verstorben sind. Er kann deutlich machen, dass hinter jedem Grabstein auf unserem Friedhof eine Geschichte steht, die uns hilft die Gegenwart zu verstehen."